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Vasanta Ritu

Willkommen Vasanta Ritu

Willkommen ayurvedische Frühling!

Im klassischen Ayurveda wird das Jahr in sechs kalendarische Jahreszeiten aufgeteilt. Vasanta Ritu, der ayurvedische Frühling, ist eine davon. Sie beginnt bereits am 22. Februar und endet am 21. April.

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​Dies ist die beste Zeit, um das alte hinter sich zu lassen, mit etwas neuem durchzustarten, im Äusseren als auch im Innereren zu entrümpeln.

Daher wird auch oft von Frühjahrs-Kur gesprochen, viele Fasten-Kuren und Ergänzungsmittel verkaufen sich nun besonders gut denn die Vorfreude auf den Frühling, das Erwachen der Natur , die Blütenvielfalt und die Helligkeit

Kapha ist die  Bioenergie, die uns im Frühling am stärksten beeindruckt.

Die Elemente aus denen sich Kapha bildet sind: Wasser und Erde

Wie verhält es sich wenn Wasser und Erde zusammenkommen, welche Eigenschaften hat Kapha?

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Schwere, Kälte, Feuchtigkeit, Weichheit und Festigkeit.

Wenn von Kapha die Rede ist, geht es immer um die Eigenschaften, die aus der Verbindung der beiden Elemente entstehen.

So lässt sich vielleicht am einfachsten erklären und assozieren wenn von Kapha gesprochen wird.

​Stellen Sie sich ein Gemisch aus Wasser und Erde vor, wie sich das Lehm zu einer immer fester werdenden  Substanz zusammensetzt.

Im Ayurveda wird  Kapha mit den Attributen und Eigenschaften wie  Stabilität, Struktur, Fruchtbarkeit, Kraft, Ausdauer und Geduld in Zusammenhang gebracht. 

 Da sich die Energien in unserer Konstitution und in allem was uns umgibt wiederfindet, wird auch Menschen, welche eine grossen Anteil von Kapha-Energie in Ihrer Konstitution mitbringen, gewisse Eigenschaften sowohl im physischen als auch in ihrem Verhalten nachgesagt.

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Menschen, deren Grundkonstitution viel Kapha-Energie aufweist sind daher  egal ob groß oder klein, von kräftiger Statur und sie bewegen sich eher langsam, sprechen ruhig und langsam und insgesamt eher wenig.

Sie haben starke Knochen und Gelenke, die gut " geschmiert" . 

Wenn auch der Appetit nicht übermäßig ist, Mahlzeiten im Allgemeinen problemlos übersprungen werden können- das Gewebe vermehrt sich rasch und bewegt sich langsam zurück-d.h. eine langsame aber stetige Gewichtszunahme  führt zu Übergewicht, welches sich leider sehr gut haften bleibt und nur sehr langsam rückgängig gemacht werden kann.

Und hier sind wir schon nicht mehr beim Pakriti-also im Gesundheitszustand sondern im Vikriti-dem Ungleichgewicht.

Denn jede Eigenschaft neutral betrachtet, kann im Übermass zu Krankheit führen. Nicht nur auf körperlicher Ebene.

Aus  Toleranz, Gleichmut  und Geduld wird Gleichgültigkeit,  Sturheit, Verharrung und Trägheit, ein Gefühl von Dumpfheit sowie eine depressive Grundhaltung können sich einstellten.

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Und nun ist da auch noch die Jahreszeit, welche von Kapha dominiert wird. oh jeh...

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Wenn Kapha auf Kapha trifft, kommt es leicht zu einem Überschuss an Kapha-Energie, die von den zwei weiteren Bio-Energien ( Vata und Pitta) ausgeglichen werden kann.

Um sich im Gleichgewicht dieser  Bio- Energien zu bleiben ist es also insbesondere für den "Kapha- Typ" wichtig, sich an die entsprechenden Empfehlungen für diese Jahreszeit zu halten.

Der Feuchtigkeit, Schwere und Anhaftung , die für diese Jahreszeit als auch die eigene Konstitution typisch sind, sollte mit Bewegung und Loslassen entgegen gewirkt werden. Kein  gemütlicher Rückzug aufs Sofa mit Kuscheldecke und einem Schächtelchen Pralinen nach dem üppigen Essen

sondern  warm einpacken und einen längeren Verdauungsspaziergänge starten. Das bringt auch die trüben Gedanken ins Rollen​

Ernährung-ein nicht zu unterschätzendes Thema im Ayurveda:

Nahrung ist heilend und ausgleichend für den Esser, der seiner Konstitution entsprechend isst.

Die Geschmacksrichtungen, welche Kapha ausgleichen, also Kapha-senkend sind, sind: bitter, herb und scharf. Alle scharfen Gewürze ,wie z. B. schwarzer Pfeffer, Paprika, Chili aber auch die grünen Gemüsesorten, welche hauptsächlich bitter sind, regen den Stoffwechsel an, unterstützen die Produktion der wichtigen Verdauungssäfte und sorgen für die nötige Hitze, die das kalte Kapha-Dosha dringend benötigt. (Ich werde noch Rezepte heraus suchen, die Kapha-senkend also ausgleichend sind und hier posten.) Generell ist es für Kaphas ratsam, saure Nahrungsmittel wie Joghurt aber auch Zitrusfrüchte nur in Massen zu sich zu nehmen, da diese u.a. Kapha-erhöhend also ungeeignet sind. ( mir ist wohl bekannt, dass in anderen Ernährungsformen die Zitrone als basisches Lebensmittel angesehen wird, im Ayurveda gelten Zitrusfrüchte aber als „sauer“ und stark Pitta-erhöhend. Joghurt hingegen ist zwar kühlend kann aber, wie andere auch süsse Milchprodukte, die Schleimbildung erhöhen.

Noch ein Wort zum Trinken…

Viele Menschen sind der Meinung, dass sie zu wenig trinken. Ist das tatsächlich der Fall?

Notieren Sie doch einmal, was sie tatsächlich so über den Tag an Getränken zu sich nehmen.

Die übermäßige Aufnahme von Flüssigkeit kann insbesondere für einen Kapha-Typ, der relativ wenig schwitzt und zu Einlagerung von Wasser neigt, ungünstig sein. Insgesamt betrachtet trinken jedoch die meisten tatsächlich eher zu wenig, da das Durstgefühl von Kapha nicht sehr ausgeprägt ist ( im Gegensatz zu Pitta, welcher starken Durst haben kann aber auch sehr viel aus schwitzt)

Die positiven Aspekte des Wasser-Trinkens:

Das schluckweise über den Tag verteilte Trinken von heißem Wasser sensibilisiert die Geschmacksnerven und wirkt sich positiv auf die Verdauung aus.

Auch ein Glas lauwarmes Wasser vor dem Aufstehen oder auch in Verbindung mit ein paar Spritzern Zitronensaft und etwas Honig (Honig bitte nur ins abgekühlte Getränk geben) unterstützen den Reinigungsprozess.

Das Trinken von lauwarmem Wasser direkt nach dem Aufstehen, wird oft bei Verdauungsbeschwerden empfohlen.

Das Trinken von Wasser vor einer Mahlzeit füllt den Magen, so dass die Mahlzeit geringer ausfällt, was das Abnehmen unterstützen kann.

Was sonst noch zu tun ist?

Sich mit Menschen zu umgeben, die mehr Vata-Energie haben, kann nicht von großem Schaden sein. Die leicht chaotischen Vatas sorgen garantiert für Abwechslung, denn mit ihren ungewöhnlichen Hirngespinsten ( natürlich nur aus der Sichtweise eines Kaphas) sind sie mitunter in der Lage; die Lethargie und gewohnte Routine von Kapha mit Inspiration und Flexibilität aufzulösen. Das kann ja auch mal gut sein….

Den Keller entrümpeln, sich von Dingen und Menschen lösen, die einem nicht guttun und neue Dinge ausprobieren.

Zum Thema Massagen:

Massagen, die Kapha senken, Kapha ausgleichend sind und welche ich jetzt unbedingt empfehlen kann sind:

Die

trockene Seidenhandschuh-Massage „Garshan“ und vor allem die Pulver-Pasten-Massage „Udvartana“, welche im Idealfall am Vormittag durchgefüfhrt werden sollten.

Beides sind Schwitzbehandlungen, die den Stoffwechsel anregen und in meiner AMaPra in einem Paket gebucht werden können. In einer etwas abgeschwächten Form wäre auch eine Kräuter-Stempel Behandlung angebracht-diese ist deutlich sanfter als die Udvartana. Werden Kräuter und Öle entsprechend gewählt, kann sie jedoch gut an jede Konstitution angepasst werden.

So. Für Heute soll dies erstmal genug sein… 

Vielleicht gibt es morgen noch ein Rezept mit einem Photo..

Mit liebe Grüßen aus meiner AMaPra bis bald…

Eure Birgit

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